Presseinformation: August 2007
Dachstuhlsanierung – 150 Jahre alter Dachstuhl wird erneuert.

Wiederherstellung der Dachfunktionen: Regensicherheit, Wärmedämmung, Mauerwerksschutz und Gebäudesicherheit.


Städte und Gemeinden legen heute viel Wert darauf, dass bei Umbau- und Sanierungsvorhaben der Charakter eines Hauses bewahrt bleibt. Auch bei der Sanierung eines Altstadthauses in Tiengen sollte die äußere Erscheinung dem Stadtbild entsprechen. Dies schränkt z.T. die baulichen Möglichkeiten einer modernen Raumgestaltung ein.

Eine Herausforderung für Planer und Zimmermann.

Die Fassade und die Innenräume sind vor drei Jahren renoviert worden. Das zukünftige Café soll ansprechend und einladend aussehen und zum Verweilen einladen.

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Abb. 1 Skizze der Holzkonstruktion (Graphik: Zimmerei Schäfer & von Roth)

Die drei Wohnungen im Haus sind vermietet. Zusätzlich stehen für die Mitarbeiter Sozialräume im ersten Obergeschoss bereit. Da der Keller Lager, Heizung und Lüftungsanlage beherbergt, fehlt es bisher an Kellerräumen. Zum unausgebauten Dachstuhl führt eine Klapptreppe, so dass der Dachraum teilweise als Speicher genutzt wird.

Zwischenzeitlich stellte sich heraus, dass der Dachstuhl ebenfalls einer gründlichen Überarbeitung bedarf. Einige Ziegel sind zerbrochen und auch die Tauben haben die Lücken erkannt und ihre Nester im unbewohnten Teil des Daches eingerichtet.


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Regensicherheit und Mauerwerksschutz sind nicht mehr gewährleistet. Auch die vermieteten Innenräume sind gegen Nässe und Kälte nicht ausreichend geschützt. Die Wärmeverluste über die unteren Dachschrägen, in den Bereichen wo Dachhaut und Innenraum direkt aneinander grenzen, sind erheblich.

Die Dachsanierung erhöht und erhält den Wert des Gesamtobjektes.

Die eigenwillige Konstruktion des 1852 errichteten Dachgebälks stellt hohe Ansprüche an die Fachkompetenz der Zimmerei. Die Besonderheit – alle Sparren sind unterschiedlich lang und die Dachneigung nimmt nach Norden hin ab. Dies erfordert eine genaue Planung und Ausführung.

Abb. 2 Sanierung des Dachstuhls, die alten Balken wurden fast komplett entfernt (Bild: Architekt Rombach).
Die Beurteilung des Bestandes, insbesondere der Sparren, erfolgt vorab von innen. Die Fachberater gehen davon aus, dass ein Teil der Konstruktion erhalten werden kann. Der genaue Zustand der Holzkonstruktion tritt allerdings erst bei den Abrissarbeiten von Ziegeln und Dachlatten zum Vorschein. Ergebnis: 90% der Konstruktion sind erneuerungsbedürftig.
Qualitätsarbeit steht im Vordergrund bei der Entscheidung für die Sanierungsarbeiten und Materialien. Der Bauherr legt Wert auf eine neue, hochwertige und dauerhafte Konstruktion. Die Investition dient der Wertsteigerung des Gesamtobjektes.

Hochwertige Holzbauarbeit und gute Dämmung zahlen sich aus.


Der Zimmermann empfiehlt eine „gute, sichere Platte mit Nut- und Feder“ als Aufdachdämmung und Unterdeckung in einem. Die von ihm am liebsten verarbeitete Holzfaserdämmplatte von GUTEX überzeugt den Bauherrn in vielen Punkten:

- regensichere und winddichte Dachhaut auf den Sparren
- hoher sommerlicher Hitzeschutz
- guter winterlicher Kälteschutz
- dampfdiffusionsoffener Aufbau
- ökologischer Dämmstoff aus Holz.

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Abb. 3 Dämmung mit GUTEX Ultratherm, 50 mm stark (Bild: GUTEX)

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Abb. 4 Verlegung der Unterdeckplatten GUTEX Ultratherm (Bild: GUTEX)


Aufgrund der aufwendigen Dachkonstruktion mit vielen Kehlen, flacheren Gaupendächern (Dachneigung 12°) und schwierigen Anschlussdetails verlegt der Zimmermeister eine zusätzliche Regensicherung auf die Gaupen. Die dampfdiffusionsoffene Folie wird auf die Holzfaserplatten gelegt, Konterlattung und Lattung befestigt und die zum Objekt passenden Bieberschwänze eingehängt.

Zum Innenraum werden die Sparrenzwischenräume mit einer flexiblen Dämmung ausgefüllt. Eine Dampfbremsfolie trennt Dämmebene und Innenraum. Dämmung und Folien werden so aufeinander abgestimmt, dass im Innenraum entstehende Feuchtigkeit langsam nach außen abgeführt wird. Dies wird erreicht, indem der Dampfdiffusionswiderstand der verwendeten Materialien von innen nach außen abnimmt.

Wertsteigerung durch Dämmung und Verbesserung der Dachhaut.

Einige Auflagen der Stadt Tiengen werden berücksichtigt. So fällt der Dachbalkon doch kleiner aus als ursprünglich vorgesehen. Trotzdem können drei schöne Gaupen realisiert werden.
Obwohl aus Gründen der Erhaltung der Frontansicht des Hauses keine Dachaufstockung bzw. Erhöhung des Kniestocks möglich ist, entsteht ein reizvoller Dachraum, der entsprechend von den Hausbewohnern genutzt werden kann.
Die Dachsanierung und Dämmung trägt zur Energieeinsparung im Gesamtobjekt bei. Mauerwerk und Innenräume sind wieder „gut bedacht“.

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Abb. 5 Hausansicht nach der Dachstuhlsanierung (Bild: GUTEX)

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Planung:

Architekturbüro Rombach,
Kettelerstr. 1a, 79761 Waldshut-Tiengen

Zimmerei:
Schäfer & von Roth, Bauen mit Holz,
Industriestr. 16, 79787 Lauchringen