Herstellung
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Rohstoff für GUTEX Holzfaserplatten sind Hackschnitzel (HS) aus Tannen-
und Fichtenholz. Sie stammen aus Sägewerken der
Region, wo sie bei der Holzverarbeitung als Nebenprodukt anfallen. Durch
thermisch-mechanische Behandlung, Defibratorverfahren
genannt, werden Holzhackschnitzel zu Holzfasern gemahlen. Im Nassprozess
werden diese mit Wasser zu einem Brei verrührt, evtl. mit Paraffin
und Latex vermischt und als Endlosvlies auf die Plattenmaschine gepumpt.
Dort wird mittels Vakuumsaugern und Presswalzen ca. 50% des Wassers entzogen
bevor die Platten in einem Umlufttrockner auf Endfeuchte getrocknet werden.
Am Ende werden die Platten aufgeteilt, evtl. profiliert, gestapelt und
verpackt. Die anfallenden Fräs- und Sägestäube werden dem
Fertigungskreislauf wieder
zugeführt. Da die maximale Produktionsdicke 25 mm beträgt, werden
dickere Platten aus mehreren Lagen mit Weißleim zusammengeklebt.
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Im Trockenverfahren werden die Fasern ebenfalls aus Hackschnitzeln
mit Hilfe des Defibratorverfahrens hergestellt. Diese werden dann evtl.
mit Paraffin beaufschlagt und direkt in ein Trocknerrohr geblasen, in
dem sie in einem warmen Luftstrom pneumatisch transportiert und gleichzeitig
getrocknet werden.
Die getrockneten losen Fasern werden mit 4% PUR-Harz besprüht und
anschließend auf die Plattenmaschine gestreut.
Dort wird in einer Aushärteeinheit ein Dampf-/Luftgemisch durch
die Matte gezogen, damit das Harz reagieren und aushärten kann.
Am Ende werden die Platten online aufgeteilt, gegebenenfalls profiliert
und konfektioniert. Die anfallenden Fräs- und Sägestäube
werden dem Fertigungskreislauf wieder zugeführt. Mit dem Trockenverfahren
können einschichtige Dämmplatten bis zu 240 mm Dicke hergestellt
werden.
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