Privates Passivhaus im Hochschwarzwald: idyllische Lage, moderner Komfort, hohe Ansprüche, hochwertige Dämmung und Ausführung.

Natur im und um´s Haus: Wohlfühlen im neuen Einfamilienhaus war der Grundgedanke bei der Planung. Ergebnis ist ein modernes Passivhaus in Holzbauweise mit Holzfaserdämmplatten, Zellulose, Pelletheizung etc.

GUTEX Dämmplatten im Einsatz

Abb. 1 Einfamilien-Passivhaus mit GUTEX Holzfaserdämmplatten.


GUTEX Dämmplatten im Einsatz

Abb. 2 Holzbau, auch im nicht erdberührten Keller, Fassade mit GUTEX Thermowalll


GUTEX Dämmplatten im Einsatz

Abb. 3 Wandaufbau mit Fassadendämmung GUTEX Thermowall, dem Wärmedämmverbundsystem aus Holzfaserplatte und Putzkomponenten


GUTEX Dämmplatten im Einsatz

Abb. 4 Fassade mit GUTEX Thermowall, Wärmedämmverbundsystem mit Grundputz


GUTEX Dämmplatten im Einsatz

Abb. 5 Passivhaus mit GUTEX Multitherm, der Dämmplatte für hinterlüftete Fassade

Es fühlt sich an wie Urlaub, die Fahrt zum Passivhaus auf 930 Meter Höhe im Bernauer Hochtal. Tolle Aussicht: aus den großen Fenstern Richtung Süden und in Sachen Energiebilanz. Das schöne neue Passivhaus der Familie Hilpert soll nach Berechnungen nur 32,5 kWh/m2a Primärenergie verbrauchen.

Die Planung

„Das Energiesparthema hat sich entwickelt“, so der Bauherr Markus Hilpert. Bei den ersten Entwürfen des Einfamilienhauses wurde der Ansatz ein Passivhaus zu bauen berücksichtigt und ein langgestreckter, kompakter Baukörper vorgestellt. Viele intensive Diskussionen und Gespräche folgten und führten zu Veränderungen und neuen konzeptionellen Ansätzen. Gemeinsam kam man zu einer aufgelockerten Variante mit Rücksprüngen, Schleppgaube und zwei großen Eckfenstern. Die Rücksprünge in der Front sind i.d.R. bei Passivhäusern nicht üblich, so Herr Baur, von Schwarzwälder-Natur-Haus, aber machbar. Auch die zwei schönen Eckfenster konnten realisiert werden.

Holzbaudetails, Wandaufbau, ökologische Wärme-dämmung, naturnahes Baumaterial und das Lüftungssystem wurden von Schwarzwälder-Natur-Haus und ausführender Zimmerei, Holzwerkstatt Ebi, geplant und mit Bauherr und Architekt abgestimmt.

Das alte, bestehende Gebäude musste erst abgerissen und entsorgt werden. Aufgrund der Hanglage waren danach umfangreiche Erdarbeiten notwendig. Lediglich die erdberührten Wände wurden in Beton gebaut, 90% des Objektes konnten in Holzrahmenbauweise aus verstärkten Holzstegträgern realisiert werden. Auch die Decke über dem Keller ist eine Holzdecke. Terrassenbereich und Garage sind völlig entkoppelt vom Wohnhaus. Im Untergeschoss will sich der Bauherr eine kleine Hobbywerkstatt zum Basteln für sich und seine Kinder einrichten.

Viel Platz für die vierköpfige Familie entsteht auf drei Etagen. Der großzügige Wohn- und Essbereich im Erdgeschoss, mit großer direkt an den Essbereich anschließender Terrasse nach Westen, ist Ort des Zusammenlebens. Bad und Arbeitszimmer ergänzen den Wohnbereich. Rückzugsmöglichkeiten und Spielgelegenheit sind im Dachgeschoss mit 2 Kinderzimmern, Elternschlafzimmer und Familienbad. Für Gäste ist noch ein Zimmer mit Bad im Untergeschoss vorgesehen.

Dickes Dämmpaket aus hochwertigen, ökologischen Baustoffen

Der Energiesparfokus hat sich entwickelt, sagt der Bauherr. Das Dämmpaket ist sozusagen mit den Ansprüchen an eine optimale Wärmedämmung im Winter und einen guten Hitzeschutz im Sommer gewachsen. Die Außenhülle besteht aus Dämmstoffen, welche aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt sind. Zum einen viel Vollholz in der Konstruktion, eine Zellulose-Einblasdämmung zwischen dem Ständerwerk (U*psi-Träger T 240) sowie eine 80 mm starke GUTEX Holzfaserdämmplatte flächig über der Holzunterkonstruktion der Fassade. Im Erdgeschoss und größtenteils auch im Obergeschoss hat sich der Bauherr für das GUTEX Wärmedämmverbundsystem aus Holzfaserdämmplatte mit Putzkomponenten entschieden. Zur Auflockerung und optischen Gestaltung wurde die Gaube und der Frontvorbau mit einer Lärchenholzschalung (Rhombusschalung 58/22 mm) eingekleidet. Hinter der Holzschalung wurde GUTEX Multitherm für hinterlüftete Fassaden verwendet. Dämmtechnisch machen die zwei Varianten kaum Unterschiede. Wichtig ist die Überdämmung der Fensterrahmen. Die Anschlüsse an andere Bauteile sind entsprechend wind- und schlagregendicht mit GUTEX Fugendichtbändern versehen.

Die Installationsebene ist aufgrund des Belüftungssystem z.T. recht großräumig. Normalerweise sind 45 mm Raum für die Elektroinstallation etc. völlig ausreichend. Die Belüftungsrohre benötigen jedoch rund 100 mm Platz. Die hierdurch entstehenden Hohlräume wurden mit Hanf als zusätzlicher Schall- und Wärmeschutz gedämmt.

Die Holzfaser als Dämmmaterial hat viele bauphysikalische Vorteile:

36 cm Dämmpaket im Satteldach: Der Bernauer Winter ist hart und im Sommer ist das Tal von der Sonne verwöhnt. Der Dachstuhl ist zum Innenraum mit einer Gipskartonplatte und Tapeten gestaltet. In den Zwischenraum zwischen den massiven 240 mm starken Sparren wurde komplett Zellulose eingeblasen. Als stabil und flächig verlegte Aufdachdämmung kam GUTEX Ultratherm in 60 mm Stärke hinzu. Potentielle Wärmebrücken sind mit der Holzfaserplatte voll überdämmt und geschützt. GUTEX Ultratherm dient gleichzeitig als Unterdeckung, ist regen- und windsicher. Auch hier trägt die Installationsebene (60 mm) zur Dämmung bei.

Herausforderungen für den Holzbau

Auf der Nordseite verbindet ein mittiges Fensterband das Erdgeschoss mit dem Dachgeschoss. Hier musste die Zimmerei Ebi genau berechnen, wie die Lastenverteilung optimal abgefangen wird.

Eine kontrollierte Wohnraumlüftung wurde vom Installateur heizungs- und lüftungstechnisch vorgeplant. Eine konzeptionelle und intensive Werkplanung zur Anpassung auf die Anforderungen im Holzbau übernahm Herr Baur vom Schwarzwälder-Natur-Haus. U.a. waren der Platzbedarf in der Installationsebene bzw. in den Decken beim Aufbau zu berücksichtigen. In der Balkenlage im Keller wurden z.B. direkt Bohrungen für die Lüftungsschläuche vorgesehen, damit alles ordentlich in der Deckenkonstruktion integriert ist.

Zukünftig wird die kontrollierte Wohnraumlüftung zum Standard werden, meint Herr Baur vom Schwarzwälder-Natur-Haus. Bei immer wind- und luftdichteren Gebäuden ist die richtige Belüftung der Innenräume ein Muss, um ein angenehmes und gesundes Wohnklima zu errreichen.

Gesamtpaket – Passivhaus

Die Vorteile des Wohnens im Passivhaus werden sich erst über die Jahre bemerkbar machen. Die Erwartungshaltung der Baufamilie ist in erster Linie ein gesundes, angenehmes Wohnen mit geringst möglichem Primärenergieverbrauch. Der Wunsch des Bauherren „natürlich wohnen“...

Bauherr: Markus und Vera Hilpert, Bernau
Entwurfs- und Genehmigungs- Planung: a plus Architekten, Dipl. Ing. Frank Rosenkranz, Feldbergstraße 8, 79199 Kirchzarten
Konzeption, Werkplanung, Bauleitung: Schwarzwälder-Natur-Haus GmbH & Co. KG, Herr Baur, techn. Leiter Friedrichstr. 6, 79761 Waldshut, www.natur-haus.com
Statik, Energieausweis: Ingenieurbüro Rotkamm, Dipl. Ing. (FH) C. Tröndle, Ahlweg 4a, 79774 Albbruck
Holzbau, Zimmerei: Die Holzwerkstatt, Matthias Ebi, im Rebacker 9, 79809 Nöggenschwiel, www.ebi-holzwerkstatt.de
Dämmung: GUTEX Holzfaserplattenwerk, H. Henselmann GmbH Co KG, Gutenburg 5, 79761 Waldshut-Tiengen, www.gutex.de
Photos: GUTEX, Die Holzwerkstatt Ebi, Schwarzwälder-Natur-Haus

Eckdaten: Einfamilien-Passivhaus in Bernau, Südschwarzwald

Projektdaten:
Abriss des bestehenden alten Gebäudes umfangreiche Erdarbeiten, Hanglage Neubau in der Kaiserhausstraße mit Panoramablick über das Bernauer Tal.
Gebäudenutzfläche: gesamt 262 m²
Endenergiebedarf: 53,2 KWh/m²a
Primärenergiebedarf: 32,5 KWh/m².a
Jahres Heizwärmebedarf qh: 13,1 kWh/m²a
energetische Qualität der Gebäudehülle HT: 0,2 W/(m²K)
CO2-Emissionen: 1,6 kg(m2a)
Luftwechselrate n50 (Blower Door Test): 0,53
Beheiztes Gebäudevolumen (ohne Garage): 817,5 m³

 

Konstruktionsangaben:

Dachaufbau von oben nach innen: Betondachstein dunkelgrau, inkl. Schneefanghaken, Lattung 30/50, Konterlattung min 40/80,
U-Wert = 0,128 W/m2K Holzweichfaserplatte 60 mm, GUTEX Ultratherm, Sparren 240 mm stark mit Zellulose vollgedämmt, OSB-Platte 15 mm, Stösse und Durchdringungen verklebt, gedämmte Installationsebene, 60 mm Hanf, Gipskarton-Platte 12,5 mm
Außenwandaufbau von außen nach innen: 80 mm Wärmedämmverbundsystem, GUTEX Thermowall verputzt, bzw. 80 mm GUTEX Multitherm mit Lärchenschalung natur
U-Wert = 0,114 W/m2K (Rhombusschalugn 58/22 mm, gehobelt, Lattung 40/60 mm), Konstruktion mit U*psi T 240 mm, mit Zellulose gedämmt, OSB-Platte 15 mm, Stösse und Durchdringungen verklebt, Lattung, mit Hanf gedämmte Installationsebene min. 45 mm, z.T. 60/100 mm für Lüftlungsrohre, Gipsfaserplatte 12,5 mm, Wandbelag
Holzfenster, 3-fach verglast Ug= 0,5 W/m2K, Isolierverglasung mit Argonfüllung, Vollholz-Rahmen 88 mm, 60 mm mit GUTEX Thermowall bzw. GUTEX Multitherm überdämmt
Pelletheizung mit Pufferspeicher 15 kW
Kontrollierte Wohnraumlüftung Be- und Entlüftung durch exakt geplantes Lüftungssystem
geplant ist eine thermische Solaranlage

 

GUTEX Holzfaserplattenwerk, H. Henselmann GmbH Co KG, Gutenburg 5, 79761 Waldshut-Tiengen,
Fon: 07741/6099-0, Fax: 07741/6099-57, E-Mail: info@gutex.de, Internet: www.gutex.de