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Für einen mittelständischen Öko-Weinbaubetrieb ist der Neubau einer großen
Keltereihalle eine große Investition und muss gut geplant werden. Auf 600 qm soll im
Anschluss an die bestehenden Gebäude Platz für Kelterei, Lager und Büroraum
entstehen.
Der Familienbetrieb recherchierte bei Kollegen und anderen Hallenbesitzern in der
Region nach dem besten System. Insbesondere die neue Halle eines befreundeten
Winzerbetriebs überzeugte in Sachen Konstruktion, Wärmeschutz, Raumklima und der
Verwendung ökologischer Baumaterialien.
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Exakte Vorfertigung im Zimmereibetrieb.
Die einzelnen Hallenelemente aus Holz werden im Zimmereibetrieb zur schnellen
Montage auf der Baustelle vorbereitet.
Die Dachkonstruktion aus Holz besteht aus massiven Leimbindern, die ein
Trapezblech tragen. Die Binder laufen aus dem Dach heraus und bilden ein 2,5
m großes Vordach an den Längsseiten der Halle.
Die Wandkonstruktion in Holzrahmenbauweise wird in Teilstücken von 6 m Höhe
und 3 bis 5 m Breite vormontiert. Das Montageteam befestigt die
Holzfaserdämmplatten in einer Stärke von 60 mm mit Breitrückenklammern aus
Edelstahl auf den Holzständern. Die Verarbeitung der stumpfkantigen,
einschichtigen Platten geht rationell und sauber von der
Hand. Das ideale Rohdichtespektrum der Platten und der einschichtige,
homogene Querschnitt ermöglichen einen optimalen Abbau von Spannungen, die
aufgrund von Bewegungen in der Konstruktion auftreten.
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Abb. 2 Anbringung des Wärmedämmverbundsystems GUTEX Thermowall in der
Vorfertigung. (Bild: GUTEX)
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Entsprechend alter Holzbauphilosophie setzt der Betrieb möglichst wenig Metall
ein. So sind die meisten Verbindungen über Zapfen und Ausplattung befestigt.
Z.T. werden zusätzlich Wellenbänder genutzt.
Die 180 mm starken Gefache der Wände werden ausgeflockt. Eine Dampfbremsfolie
schützt die Dämmebene vor Feuchtigkeit aus dem Innenraum. Eine innere Lattung
auf der Holzkonstruktion schafft Platz für Installationen. Den Abschluss zum
Innenraum bilden zementgebundene Platten.
Professionelles Arbeiten und hochwertige Baumaterialien sichern einen
zeitsparenden Aufbau vor Ort.
Die exakte Vorfertigung sichert einen schnellen und reibungslosen Aufbau vor
Ort. Die Montagemannschaft kann so innerhalb von einer Woche die komplette
Halle aufbauen und regensicher verschließen. Das Wärmedämmverbundsystem wird
vor Ort im unteren Bereich der Längs- und Querseiten mit Mineralputz oder
Silikonharzputz verputzt. Die Giebel und der obere Teil der Längsseiten werden
ansprechend mit Lärchenholzschalung vertäfelt.
Die Entscheidung des Winzers für dieses hochwertige Wärmedämmverbundsystem
basiert auf den guten Dämmeigenschaften, von denen er sich im Referenzobjekt
selbst überzeugt hat. Weiterhin war für ihn das angenehme Raumklima in der
Halle wichtig, welches durch den diffusionsoffenen und feuchteregulierenden
Aufbau der großen Wandflächen entsteht. Nicht zuletzt beeindruckte ihn die
umweltfreundliche Herstellung und der Einsatz des nachwachsenden Rohstoffes
Schwarzwaldholz.
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Herausforderung in Sachen großflächige Anbringung.
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Abb. 3 Vorgefertigte Wandelemente mit GUTEX Thermowall WDVS. (Bild: GUTEX)
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Der große Hallenbau stellt besondere Herausforderungen an Material und Statik.
Druck- und Zugkräfte sowie die Ausdehnung und das Zusammenziehen des Holzes
sind zu berücksichtigen. In der Dachkonstruktion ist zum Schutz vor Wind und
Wetter jede zweite Achse mit einem Windverband gesichert. Die Sandwichpanelen
mit 100 mm Dämmung sind sehr glatt. So kann sich wenig Dreck ansammeln und im
Winter rutscht der Schnee von dem 15° flachen Dach besser ab.
In der Wandkonstruktion sind Dehnfugen vorgesehen, damit das Dämmmaterial und
die Holzkonstruktion „arbeiten“ können, ohne Risse in der Konstruktion zu
verursachen. Beim Anschluss zwischen Betonbodenplatte mit Streifenfundament
wird eine wasserundurchlässige Sperrfolie zwischen Beton und Holz bereits in
der Vorfertigung angebracht. Die Holzfaserdämmplatten sitzen nach unten in
einer Aluminiumschiene, die gleichzeitig Halt gibt und Nässeschutz bietet.
Zur Dachkonstruktion hin wird das Wärmedämmverbundsystem so weit über den
Rahmen gesetzt, dass es später über die Balkenkonstruktion bis zur Unterkante
des Trapezbleches führt. Das Wärmedämmverbundsystem umgibt somit fast
vollflächig die Außenwände der Halle, eine Ausnahme bilden die Leimbinder in
den Giebelseiten. Alle verwendeten Holzbaumaterialien können Feuchtigkeit in
einer gewissen Menge aufnehmen und wieder abgeben, ohne ihre positiven Dämm-
und Trageigenschaften zu verlieren. Staunässe ist allerdings zu vermeiden.
Der erfahrene Zimmereibetrieb verwendet seit Jahren Holzfaserdämmplatten in der
Außen- und Innendämmung von Ein- und Zweifamilienhäusern. Die zwei
Hallenobjekte haben ihn davon überzeugt, dass auch bei Großobjekten hochwertige
Materialien einsetzbar sind, wenn die bauphysikalischen Vorteile entsprechend
kommuniziert werden.
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Besucher bewundern die ansprechende Optik und harmonische Gestaltung
des Neubaus.
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Abb. 4 Detailansicht der Unter- und Oberkante der vorgefertigten Wandelemente
mit GUTEX Thermowall WDVS. (Bild: GUTEX)
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Das Weingut vermarktet rund 50% seiner Produktion selbst. Viele Kunden kommen
direkt zum Hof und lassen sich persönlich beraten. Hierbei wird auch gerne eine
Führung durch Weinberge und Kellerei mit angeboten.
Daher war die ansprechende Optik und harmonische Gestaltung der
Holzkonstruktion ein wichtiger Beweggrund für die Wahl dieser Bauweise. Auch
das angenehme Raumklima im Referenzobjekt hat den Bauherrn überzeugt. Die
Verwendung ökologischer Baumaterialen ist dem überzeugten Ökowinzer ein
besonderes Anliegen.
Die Halle beherbergt zukünftig das Herzstück des Betriebes, die Kellerei. Die
Aufteilung des Innenraums untergliedert sich in einen Bereich für die
Abfüllung, das Weinlager in Fässern und Flaschen, ein großes Tanklager und
einen Büroraum.
Abb. 6 Hallenansicht innen, Holzkonstruktion mit Außenbeplankung GUTEX
Thermowall WDVS. (Bild: Holzbau Bruno Kaiser)
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Von der Umsetzung begeistert.
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Abb. 5 a,b Hallenansicht der Längs- und Querseite mit GUTEX Thermowall WDVS und
Lärchenholzschalung. (Bilder: Holzbau B. Kaiser)
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Von der planmäßigen und fachkundigen Umsetzung der Bauarbeiten ist der Winzer
begeistert. Schon jetzt lässt sich absehen, dass sich die Investition in
Konstruktion und hochwertige Wärmedämmung rentiert.
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